Schüler besuchen den Waldfriedhof

Rund fünfzig Schüler der Land- und Hauswirtschaft Dietenheim besuchten mit Lehrpersonen an einem Nachmittag im April den Waldfriedhof.

 

Verena Obwegs, Volkskundlerin aus Bruneck, begleitete die Schüler durch den einzigartigen Soldatenfriedhof am Kühberg und vertiefte in der zweistündigen Exkursion die Ereignisse während des Ersten Weltkrieges in und um Bruneck.

 

Natürlich sollte es vordergründig um die Entstehungsgeschichte des Waldfriedhofes gehen; wirklich verstehen kann man diese aber nicht nur aus der Notwendigkeit heraus, eine letzte Ruhestätte für die Gefallenen an der Dolomitenfront zu schaffen, sondern auch aus den Begleitumständen damaliger Zeiten. So z. B. ist die Ausgestaltung des Friedhofes, die baulichen Maßnahmen oder vorgenommene Umbettungen stets im Kontext politisch-sozialer, auch wirtschaftlicher Gegebenheiten zu verstehen.

 

Schüler der Fachschulen für Land- und Hauswirtschaft Dietenheim

Geschichtliche Stationen des historischen Spazierganges waren die gesellschaftliche Situation im Pustertal um die Jahrhundertwende, der Ausbruch des Ersten Weltkrieges und die Eröffnung der Dolomitenfront, das Tiroler Wehrsystem und die Baupläne für den Soldatenfriedhof am Kühberg. Zudem hörten die Schüler von der Instrumentalisierung des Waldfriedhofes in der Zwischenkriegszeit und im Zweiten Weltkrieg, von den Umbettungen deutscher und italienischer Soldaten auf das Pordoj-Joch oder nach Pocol (Cortina) sowie den letzten im Waldfriedhof vorgenommenen Bestattungen 1960.  

 

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