Erlebte Geschichte - von Südtirol zur Ex-DDR

Die Option, die die Südtiroler vor die Wahl stellte, entweder in das Deutsche Reich auszuwandern oder in Südtirol zu bleiben und die Italianisierung über sich ergehen zu lassen, spaltete die damalige Gesellschaft. Dazu kam die faschistische Willkür, die viele Familien in Verzweiflung und in den finanziellen Ruin trieben.

 

Am Ende verließen rund 75.000 Menschen ihre Heimat, von denen rund 20.000 zurückkehrten.

 

Regina Stockner/Milland und Brigitte Comploj/Bruneck erlebten diese Zeit unmittelbar mit.

 

Beide Zeitzeugen "gingen" jedoch einen anderen Weg. Während Regina Stockner die Untaten des Faschismus an der eigenen Haut erlebte und das Ende des Zeiten Weltkrieges als Hoffnung empfand, kam Brigitte Comploj nach Magdeburg/Norddeutschland.

 

Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde dieses Gebiet russische Besatzungszone und später die berüchtigte DDR. Unter der Knute der sozialistischen Machthaber wurde ihr der Besuch einer Oberschule verwehrt und den Adoptiv-Eltern ihre wirtschaftliche Existenz genommen. Mit 15. Jahren nahm Brigitte Comploj am bekannten 1. Volksaufstand der Bürger teil, der von Panzern niedergeschlagen wurde. Erst nach 36 Jahren sollte die  Mauer fallen. Heute lebt sie wieder in ihrer alten Heimat.

 

Dokumentation über die Hinrichtungen in der Ex-DDR

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